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Was sollen Ihre Freunde und Familie wissen?

Diagnose MS – wem kann ich davon erzählen?

Eines vorweg: Egal ob in der Schule oder im Beruf– die Entscheidung, wem du von deiner Erkrankung erzählst, liegt nur bei dir! Im Berufsleben gibt es ein paar wenige Ausnahmen, wenn beispielsweise die MS-Erkrankung in dem jeweiligen Berufsfeld ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich bringen würde.

Es kann dir grundsätzlich aber helfen, über deine Erkrankung zu reden. Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) ist zunächst auch für dich selbst ein Schock. Mehr Wissen über die Erkrankung und die Therapiemöglichkeiten, kann dir dabei helfen, besser mit dem Leben mit MS zurecht zu kommen. Man nennt dies „erfolgreiche Krankheitsbewältigung“.1 Wenn du nun anderen von der Erkrankung erzählst, können diese ebenfalls besser verstehen, was los ist, und dich auch besser unterstützen. Gerade in einer Partnerschaft kann es zu Konflikten kommen, wenn du ein so wichtiges Thema wie deine Erkrankung nicht besprichst. In der Schule und im Beruf solltest du abwägen, ob ein offener Umgang mit der Diagnose dich erleichtert oder eher belasten würde. Nachteile für dich dürfen deswegen auf jeden Fall nicht entstehen, so darf z.B. niemand wegen MS gekündigt werden.2

WIE sag ich‘s ihnen?

Wer nicht betroffen ist, weiß zumeist auch nicht viel über MS bzw. sind leider noch immer viele Mythen über MS im Umlauf. Wenn du deine LehrerInnen, MitschülerInnen oder auch ArbeitgeberInnen informieren möchtest, kann es hilfreich sein, eine Informationsbroschüre zu dem Gespräch mitzunehmen. Vielleicht kannst du das Gespräch auch vorab mit Freunden durchspielen. Lade deine KlassenkollegInnen und LehrerInnen bzw. KollegInnen und ArbeitgeberInnen ein, Fragen zu stellen. Zwar können dabei auch unangenehme Themen aufkommen, aber besser, sie reden mit dir als hinter deinem Rücken... Ziel eines solchen Gesprächs ist es, Vorurteile und Missverständnisse zu beseitigen.3 Auch für dein Umfeld ist eine wichtige Information, dass MS heute gut behandelbar ist.4 Und vielleicht wirst du positiv überrascht und sie reagieren verständnisvoller, als du es dir vorstellst.

Vermutlich ist es für dich hilfreich, wenn du einen Freund/eine Freundin zu dem Gespräch mitnimmst, der/die bereits länger Bescheid weiß und dir zur Seite stehen kann.

 Quellen:

  1. Ulf Baumhackl: Leben mit Multiple Sklerose, In: Ulf Baumhackl, Thomas Berger (Hg.): Österreichische Multiple Sklerose Bibliothek (OMSG gemeinnützige Privatstiftung (MS-Stiftung Osterreich), Produktion Ringbuch: Gerhard Niebauer GmbH, Wien, 2016
  2. Karin Krainz-Kabas, Katharina Schlechter und Fritz Leutmezer: Multiple Sklerose und soziale Aspekte, In: Ulf Baumhackl, Thomas Berger (Hg.): Österreichische Multiple Sklerose Bibliothek (OMSG gemeinnützige Privatstiftung (MS-Stiftung Osterreich), Produktion Ringbuch: Gerhard Niebauer GmbH, Wien, 2016
  3. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V., https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/faq/wie-verhalte-ich-mich-an-meinem-arbeitsplatz/, letzter Zugriff am 20.08.2019
  4. Österreichische Multiple Sklerose Gesellschaft, http://www.oemsg.at/multiple-sklerose/therapie/, letzter Zugriff am 20.08.2019