Rauchen und Alkohol bei MS
03.12.2017

Rauchen und Alkohol bei MS

Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, gilt natürlich nicht nur für MS-Betroffene, sondern ganz allgemein. Auch Alkohol ist für jeden Menschen nur bis zu einem gewissen Grad empfehlenswert. Für MS-Betroffene gibt es zusätzlich besondere Gründe, warum sie Alkohol und Zigaretten vermeiden sollten.
 

Warum Sie als MS-Betroffene/Betroffener nicht rauchen sollten

Mehrere Studien zeigen, dass Rauchen den Krankheitsverlauf beschleunigt und den Behinderungsgrad erhöht. Vermutlich ist dies auf den heißen Rauch und die in den Zigaretten enthaltenen Teerstoffe zurückzuführen.1

So weisen Raucher unter anderem ein deutlich höheres Risiko als Nichtraucher auf, Schweregrad 4 auf der EDSS-Skala (damit wird der Grad der Behinderung bestimmt) zu erreichen. Grad 4 bedeutet bereits eine Beeinträchtigung der Gehfähigkeit: Mit Hilfe und Pausen können die Betroffenen max. 500 Meter gehen. Das Risiko, den Schweregrad 6 zu erreichen, ist bei Rauchern ebenfalls erhöht. Grad 6 heißt, dass die Betroffenen nur mit Unterstützung (Stock, Krücke oder Schiene) max. 100 Meter gehen können.2

Rauchstopp verbessert die Prognose

MS-PatientInnen, die mit dem Rauchen aufhören, können die Verlaufsprognose wieder verbessern. So sinkt nach dem Rauchstopp das Risiko, einen EDSS-Wert von 4 oder 6 zu erreichen, um etwa ein Drittel im Vergleich zu MS-PatientInnen, die weiterhin rauchen.2

Ihr behandelnder Arzt/Ihre behandelnde Ärztin berät Sie gern bezüglich eines Rauchausstiegs!

Alkohol mit Bedacht genießen

Während MS-Betroffenen beim Rauchen zum absoluten Verzicht geraten werden muss, sind die Grenzen beim Alkohol etwas lockerer. Ab und zu ein Glas Wein, Sekt oder Bier ist für die meisten Betroffenen durchaus erlaubt. Dies sollten Sie aber zuvor mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin besprechen! Denn Sie dürfen folgendes nicht vergessen: Alkoholkonsum kann die typischen MS-Beschwerden wie Gleichgewichtsstörungen, Unsicherheiten beim Gehen, Sprachstörungen oder Einschränkungen des Sehvermögens verschlimmern. Viele Menschen mit MS vertragen auch weniger Alkohol als in der Zeit vor ihrer Erkrankung. Zudem sollte während der Einnahme mancher Medikamente auf Alkohol verzichtet werden.3

Ihr Arzt/ Ihre Ärztin berät Sie gern!

 


Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Neurologe, a href="https://www.dgn.org/presse/pressemitteilungen/2546-multiple-sklerose-rau..." target="_blank">https://www.dgn.org/presse/pressemitteilungen/2546-multiple-sklerose-rau...,
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  2. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V., a href="https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/news-article/New..." target="_blank">https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/news-article/New...,
    zuletzt aufgerufen am 11.10.2017
  3. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V., a href="https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/faq/wie-wirkt-alkohol-auf-di..." target="_blank">https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/faq/wie-wirkt-alkohol-auf-di...,
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