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Was gut für den Körper ist und wo persönliche Grenzen liegen, merkt man selbst am besten. Das Motto „Höher, schneller, weiter…” vergisst man besser schnell. Denn wenn man die eigenen Grenzen nicht beachtet, kann sich der positive Effekt von Bewegung auch ins Negative umkehren. Die eigene Leistung richtig einzuschätzen ist daher wichtig, wenn man körperlich aktiv wird.

Sport ist gesund

Gleichgültig, auf welchem sportlichen Niveau – Sie profitieren von Sport und Bewegung! Ob Sie einen Marathon bestreiten oder heute mehr Schritte gehen möchten als gestern: Jeder noch so kleine Zuwachs an Durchhaltevermögen und Leistungsfähigkeit ist immer auch ein kleiner Sieg über die MS und ein Mehr an Lebensfreude.

Denn durch ein Sporttraining, das auf Ihre Möglichkeiten und Bedürfnisse ausgerichtet ist, können Sie einige Symptome und Begleiterkrankungen gezielt verbessern oder ihnen vorbeugen. Dazu gehören u.a. Kraft, Koordination, Kognition, Fatigue, Blasenfunktion, Spastik und Osteoporose.

Wie Sie sich mit Sport etwas Gutes tun können

Auch wenn es beim Sport hin und wieder darum geht, die eigenen Grenzen auszuloten – vorrangig ist, dass Sie sich bei MS durch körperliche Anstrengung nicht überfordern. Versuchen Sie stets, Ihre persönlichen Leistungsgrenzen zu erkennen und zu respektieren, selbst, wenn das nicht immer leicht ist. Das gilt für alle Sportler*innen, ob mit oder ohne MS. Hören Sie immer auf die Signale Ihres Körpers. Und nehmen Sie genügend Rücksicht auf Ihre individuellen Symptome.

Empfehlenswert ist ein moderates Training mit genügend Erholung zwischen den Einheiten. Richten Sie es so ein, dass sich Zeiten körperlicher Aktivität immer mit ausreichenden Ruhephasen abwechseln. Nach Ihrem Bewegungsprogramm können Sie sich zu Hause bewusst entspannen.

Ausgeprägter als bei Gesunden kommt es bei Menschen mit MS zu täglichen Schwankungen der individuellen Leistungsfähigkeit. Wenn Sie Ihren Leistungsschwankungen etwas stärker nachfühlen möchten, kann Ihnen ein Sporttagebuch helfen, die Ursache dafür zu erkennen. Es hilft Ihnen auch dabei, das Training an Ihren Leistungsstand anzupassen.

Lassen Sie sich von einem/einer Sporttherapeut*in oder Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin beraten, wenn Sie weitere Fragen zu Ihren Leistungsgrenzen im Sport haben.

Zusammengefasst: die wichtigsten Regeln für körperliche Anstrengung bei MS

  • Beginnen Sie immer mit leichten Aufwärmübungen.

  • Passen Sie die Übungen an die eigene Leistungsfähigkeit an.

  • Hören Sie auf Ihren Körper.

  • Bauen Sie Pausen ein und halten Sie die Trainingseinheiten so kurz, dass Sie sich immer wohlfühlen.

  • Ruhen Sie sich aus, wenn Sie müde sind.

  • Trinken Sie ausreichend während des Trainings.

  • Sorgen Sie bei Überhitzung für Abkühlung (kalte Getränke, Kühlelemente u. a.).

  • Entspannen Sie nach dem Training.

Das Uhthoff-Phänomen nicht vergessen

Ihr Körper kann auf sehr intensives Training mit dem sogenannten Uhthoff-Phänomen reagieren. Durch die erhöhte Körpertemperatur kommt es dann häufig zu einer vorübergehenden Leistungsverschlechterung der Nervenfasern. Dadurch können neurologische Symptome verstärkt auftreten, ähnlich wie bei einem MS-Schub. Die Symptome treten z. B. als Sehstörungen, Müdigkeit, Lähmungen, Muskelsteifigkeit oder Koordinationsstörungen in Erscheinung. Nach einer Abkühlung verschwinden die Symptome in der Regel wieder.

Dieses Phänomen wird manchmal auch als Pseudoschub bezeichnet. Wie Sie einen Pseudoschub von einem Schub unterscheiden und was Sie dagegen tun können, das erfahren Sie in unserem Artikel Schub und Pseudoschub.

    Quelle:

    • MS: Körperliche Anstrengung und Leistungsgrenzen | MS & Ich (msundich.de)