Du kennst deine MS am besten| MS & Ich

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Manchmal verändert sich MS ganz leise – hör gut hin! 


MS verläuft bei jedem Menschen anders. Manche Veränderungen spürt man sofort, andere schleichen sich langsam in den Alltag ein.

Vielleicht merkst du, dass du schneller müde wirst als früher, dich schwerer konzentrieren kannst oder Dinge häufiger vergisst. Vielleicht fühlst du dich beim Gehen unsicherer, brauchst öfter Pausen oder hast weniger Energie für Dinge, die dir sonst guttun. Auch Veränderungen im Zusammenhang mit der Blase oder der Intimität können auftreten.

Solche Veränderungen bedeuten nicht automatisch, dass sich deine MS verschlechtert. Sie können jedoch wichtige Hinweise sein, die du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen solltest. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig bewusst auf deinen Körper und deinen Alltag zu schauen und Veränderungen – auch wenn sie klein erscheinen – bewusst wahrzunehmen.

Verändert sich meine MS?

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Spastik und Lähmung 

„Bin ich heute einfach ein bisschen ungeschickt? Oder könnten meine Hände durch meine MS steifer geworden sein?“

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Kognition

„Warum fällt es mir heute so schwer, mich zu konzentrieren? Könnte das mit meiner MS zusammenhängen?“

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Fatigue

„Ich bin heute einfach erschöpft. 
Macht mich meine MS schneller müde als sonst?“

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Blasen- und Darmfunktion 

„Schon wieder aufs Klo! Ist bestimmt nur die Nervosität beim ersten Date? Oder schwächt meine MS auch meine Blase?“

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Sexuelle Störungen

„Ich bin heute einfach nicht in Stimmung. Wirkt sich meine MS jetzt auch auf meine Beziehung aus?“

Du kennst deinen Körper am besten. Sprich Veränderungen deshalb offen an – selbst dann, wenn du nicht sicher bist, ob sie mit deiner MS zu tun haben. 

Deine Check-in-Fragen 

Die MS-Check-in-Fragen helfen dir, besser auf dich und deine MS zu achten. Sie unterstützen dich dabei, kleine Veränderungen in deinem Alltag bewusst wahrzunehmen, einzuordnen und ernst zu nehmen – auch dann, wenn deine Erkrankung auf den ersten Blick unverändert scheint. 

Icon mit Sprechblasen

Wozu dienen die MS-Check‑in‑Fragen? 

  1. Auf dich selbst zu hören 
    Die Fragen laden dich ein, regelmäßig innezuhalten und bewusst hinzuspüren: Wie geht es mir gerade wirklich – körperlich, mental und im Alltag?
  2. Veränderungen früh zu erkennen  
    Sie helfen dir, auch kleine oder schleichende Veränderungen wahrzunehmen, die im Alltag leicht übersehen werden können.
  3. Erlebtes greifbar zu machen 
    Mit den Fragen kannst du deine Beobachtungen besser einordnen, festhalten und für dich sichtbar machen.
  4. Gespräche zu erleichtern 
    Die MS-Check-in-Fragen stärken deine Rolle in der gemeinsamen Entscheidungsfindung und helfen dir, deine MS-Therapie bewusst mitzugestalten.
  5. Aktiv mitzuentscheiden 
    Die MS-Check-in-Fragen unterstützen dich dabei, gemeinsam mit deinem Behandlungsteam Entscheidungen rund um deine Behandlung zu treffen. 

Du entscheidest selbst, welche Check-in-Fragen zu dir passen. Sie helfen dir, immer wieder kurz bei dir einzuchecken, Veränderungen wahrzunehmen und mit einem guten Gefühl ins nächste Gespräch zu gehen.

Tipp für den Alltag: Es kann hilfreich sein, deine gewählten Check-in-Fragen zu einem festen Zeitpunkt im Alltag durchzugehen, zum Beispiel vor dem Schlafengehen. 

Meine Check-in-Fragen

  • Brauchst du im Alltag häufiger Pausen, Erinnerungen oder kleine Hilfen als früher?
  • Fällt es dir schwerer, die richtigen Worte zu finden oder deine Gedanken auszudrücken?
  • Sagst du Verabredungen oder Aktivitäten häufiger ab, weil dir die Energie fehlt?
  • Hast du Gewohnheiten oder tägliche Abläufe angepasst, um besser zurechtzukommen?
  • Fallen dir Tätigkeiten wie Schreiben, Tippen, Kochen oder die Nutzung deines Handys schwerer als früher?
  • Suchst du beim Gehen häufiger Halt oder vermeidest du Treppen und längere Wege?
  • Brauchst du bei Aufgaben, die du früher allein erledigt hast, heute öfter Unterstützung?
  • Belasten dich Konzentrationsprobleme, Gedächtnislücken oder Veränderungen deiner Stimmung mehr als früher? 
Icon Fragezeichen

Auch kleine Veränderungen können im Alltag viel bedeuten. Wenn du vorab den MS-Symptom-Check durchführst und die Zusammenfassung zum Arzttermin mitnimmst, fällt es oft leichter, diese Veränderungen im Gespräch gezielt anzusprechen. 

Neue Symptome richtig einordnen 

Dr. Michael Winklehner erklärt, welche Symptome auf einen MS‑Schub hindeuten können und warum eine frühzeitige ärztliche Abklärung wichtig ist. Dabei zeigt er, wie Betroffene Veränderungen besser einschätzen können.  

Hilfreiche Tools für deinen nächsten Termin

MS-Symptom-Check 

Der MS-Symptom-Check hilft dir, Symptome bewusst wahrzunehmen, sie zu dokumentieren und gut vorbereitet ins Arztgespräch zu gehen. Klick dich online durch die Fragen und erstelle dir deine persönliche Zusammenfassung.

MS-Symptom-Kompass 

Du möchtest die Fragen lieber auf Papier beantworten? Nutze die Druckversion, um Veränderungen und Beobachtungen handschriftlich festzuhalten und zum nächsten Arztgespräch mitzunehmen.
Broschüre | PDF, 590 KB